Signalkrebse in der Itz und Nebengewässern (2010ff)

#1 von Hante Fliedner , 24.01.2011 02:06

Liebe Freunde,
Im Jahr 2004 untersuchten Gabi W. und ich den hiesigen "Signalkrebsbestand" (*). Das ist mehr als sechs Jahre her und die Ist-Situation sieht wohl derzeit so aus:
• Deutlicher Signalkrebsbestand in der Itz vom Tosbecken (Froschgrundsee) bis Oeslau durch "Teichflüchtlinge" aus Privatteichen bei ± Wohlsbach; starke Bestände in diesen Teichen.
• In der Röden waren bereits 2004 Signalkrebse - noch oberhalb von Mönchröden - nachweisbar; der Bestand dürfte sich deutlich vermehrt haben und geht auf "wilde" Besatzmaßnahmen in einigen der ca. 200 Teiche im Einzugsgebiet der Röden zurück. demzufolge:
• Signalkrebsbestand (über die Röden) nunmehr auch in der Itz von Oeslau bis Cortendorf.
• Starke, ständig expandierende Bestände in der Itz ab Cortendorf bis in den Oberen Itzgrund; starke Bestände in der Sulz und im Unterlauf der Lauter seit mehr als 10 Jahren.
• Bestände in Bächen bei Heldritt, Bad Rodach, im Unterlauf der Rodach und Alster, in der Itz bei Untermerzbach
• Teilweise starke Bestände in Bächen und Teichen des Coburger Landkreises.
(Zoofachhandlungen haben oftmals 300 Jungtiere für 30,- DM verkauft.)

Gegenmaßnahmen (Reusenbefischung) betreiben (derzeit) der Fischereiverein Großheirath (regelmäßige Signalkrebs-Veranstaltungen, Besatz mit Signalkrebsprädatoren - Die Veranstaltungen haben "Volksfestcharakter")


LINKS: Großheirath-Krebsessen-2006 - Signalkrebse-BR3 - Bildergalerie-Fischereiverein

und der private Fischrechtsinhaber der Ahorn-Itz.
Der BFV-Coburg hat - ab 2011 - "Besserung" versprochen. (In deutlich positive Richtung weist die neue "Signalkrebskarte".)


LINK: Fischereiverein-Coburg-Signalkrebs-Essen-Juli-2011


Vermarktung als Hegemaßnahme(***) praktizieren der Großheirather Verein; die Verkaufserfolge der Teichwirte - die die Krebse von den Fischereiberechtigten erhalten - sind mäßig - nur Privatkunden zeigen punktuelles Interesse, da hier die Größe der Tiere eine untergeordnete Rolle spielt.

Es gibt aber immer wieder Vermarktungserfolge in Zusammenarbeit mit Restaurants. - Nur ein Beispiel aus der Schweiz (Zitat):
"In Baden fischt ein Hotelier auf Geheiss des Fischereiaufsehers möglichst viele dieser Tiere aus seinem Teich und verarbeitet sie in der Hotel-Küche zu einer schmackhaften Suppe."
LINK: Linde-Baden | CH | Restaurant (Seite mit zig 5MB-Bilder - Download wenig empfohlen.)

Jürgen S. und ich möchten einmal gerne versuchen, die Veranstaltungen der Fischereiberechtigten - gemeinsamer Termin + Veranstaltungsort - zu "vernetzen" .
(Die Fischereiberechtigten der Region, die diesen Eintrag sehen, können sich bei mir melden: Hans-Jürgen Fliedner, Coburg, Email: fh@wos-co.de.)

(***)Ansprechpartner sind sicher auch:
Gerhard Kanzler, Rossach-Großheirath
Horst Schramm, Ahorn
Hubertus Fromm, Untermerzbach
Wolfgang Mohr, Fischzucht Seidmannsdorf
Werner Humann, Fischland Lautertal
(Tel., usw. gebe ich hier aus Diskretionsgründen -derzeit- nicht und verweise an die örtlichen Telephonbücher.)

Gruss von Hante


(*) LINK; viele Informationen zu Pacifastacus-leniusculus - Bestimmung, Fang, Hälterung, Verwertung in der Küche, Krebsfleisch aus der Schale lösen; Signalkrebsbestand in Oberfranken/Bayern; Gegenmaßnahmen als Hegemaßnahmen, gezielte Vermarktung, Signalkrebs-Prädatoren, Freßfeinde, etc.


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Ergänzungen: Signalkrebse in der Itz und Nebengewässern (2010)

#2 von Hante Fliedner , 02.08.2011 14:49

Aktuelle, kleine Ergänzungen in dem Vorab-Beitrag: Signalkrebs-Veranstaltungen der Fischereivereine im Landkreis Coburg = LINKs zu den Bildergalerien der Vereine (Großheirath, Coburg).


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