Warum nur noch verhaltenes Angelfischen und -demzufolge- reduzierte Beiträge in einem Angelforum

#1 von Hante Fliedner , 26.11.2012 13:10

Sicher hat meine nunmehr greifende -angelfischereiliche- Zurückhaltung diverse persönliche Gründe – meine eskalierenden Sehprobleme bedürfen kaum noch einer Erwähnung; aber es gibt der Gründe mehrere:
So haben zwei Jahre Mainfischerei gezeitigt, daß – ob explodierender Fischfresserexistenzen; guter Wasserqualität, etc. die Beute an Kleinfischen dominiert und spätestens nach dem 10ten 12-Zentimeter Bärschlein fragt man sich – was machst Du denn da(?).
Zumal im Computerzeitalter + Internet stößt man auf dem gängigen Videokanal (Youtube) auf so manches Video aus dem US-amerikanischen-Kindergarten, die, befleißigt man sich um bloße Kontemplation -und Nicht-Aktion-, das Moment "Tierquälerei" in die Frage bringen.
Ich will hier allererst auf Verweise zum Thema Fischerei verzichten und gebe dem Leser einige wenige Links zum Thema "Klapperschlangen-Show, Jagt mit Pfeil und Bogen, etc.:
LINK: Rattelsnake-Show-Roundup-Sweetwater-Texas
(Es bleibt bemerkenswert, daß der Texas-Ort "Sweetwater" gewaltsam-gewaltig durch Sergio Leone's Film "Spiel mir das Lied vom Tod" besetzt ist.)
In diesen Kontext fällt dann folgendes Video:
LINK: Klapperschlange-Pfeil und Bogen
Es bleibt Euch ja unbenommen; Euch durch die Alternativvideos zu klicken.
Hier mal ein bißchen Truthahn-Jagdt:
LINK: Turkey mit Pfeil und Bogen
Oder – uns näher:
LINK: Knochenhecht-Jagdt
(Anbei: Die Kindergarten-Amis müssen jedwede Tierart, die drei Meter Größe überschreitet, in einem Horrorfilmchen adaptieren; noch harmlos: Anacondas.
(Prägnat bleibt die – wohl vordergründig nicht einsehbare "Struktur" der Ami-Horror-Filmchen: Man will irdischen Besitz in Form von Ressourcen – hier "blutrote Orchideen" = metaphorisch = Bodenschätze des – sagen wir – "Nahen Ostens", "Dritte Welt", – mehren und gelangt in eine Horror-Situation (Horror-Okkupations-Kriegs-Metapher (hier) = Anaconda; Furcht und Feinbild bleiben das zentrale Agens für das Ami-Tun; ohne Feindbild – und ohne Pubertistentechnik – würden die "amerikanischen Freunde" in Handlungslosigkeit erstarren; hier muß die antreibende "Grenze" konkret sein!!!).

In den letzten Wochen habe ich so manche Stunde bäuchlings auf dem Sofa gelegen und mir so machen Film angesehen.
Unter dem Aspekt -"Unverhältnismäßigkeit der Mittel" mußte ich bei dem Film "The Hunting Party" an uns Angelfischer denken:
Inhalt: Ein (warmherziger???) Bandenchef entführt ein Lehrerin – die Frau eines korrupten Großgrundbesitzers; dieser soll mittels entführter Frau nicht erpresst werden; -nein- der Bandenboss will von der Lehrerfrau einzig das Schreiben und Lesen lernen. Der "gehörnte" Eheman beginnt nun – seine Eisenbahn-Büffeljagdt unterbrechend – mit einer 800 Meter weit tragenden Büffelbüchse eine -"(waffentechnisch!!!) unverhältnismäßige"- Jagt auf die Entführer: Finale: Tod der letzten drei Protagonisten im leeren Wüstenraum; von diesem Ende her wird die gesamte "Jagdgeschichte" ad absurdum geführt (und der Film brauchbar, zumal die "Macher" um das alle Unterschiede aufhebende "Licht" in Todesnähe wissen und das zureichend = entkonturiertes S/W-Bild "inszenieren"); die Finalszene gemahnt an G. Puccinis Manon-Lescaut-Finale (!!! 1. Abbandonata-Manon-Kanawa !!!; 2. Puccini-Manon-Domingo-Kanawa).
FILM-LINK: The Hunting Party (1971)
Allererst einmal abschließend sei formuliert, daß jegliches ernst betriebene "Handeln" von Ideologie getragen ist; wenig ideologiegeschwängert – Ihr werdet Euch wundern – sind die Hill-Spencer Filmchen; angenehm aufgefallen – da der Film filmadäquat dominant in anekdotischen Szenen und mediengerechten Bildern erzählt – ist mir:
LINK: Terry - Renegade
Über weitere Verirrungen meinerseits will ich allererst schweigen; ich darf Euch aber noch einen jungen, 2000er -pseudo-interlektuellen- Western anempfehlen:
LINK: Crossfire-Trail in dem Beethoven exekutiert, Schach gespielt und aus John Milton's "Paradise Lost" rezitiert wird.
Wenn Ihr als bürgerliche Anti-Künstler – antialkoholisch – Euch anti-fisch-tierquälerisch – und in brauchbarer, neubürgerlicher 68er-Mentalität – für Partnerin und Kinder entscheiden wollt, dann entscheidet Ihr Euch bitte für Wim Wenders:
LINK: Don't do knocking …
Angelfischer (wenn Nichts mehr geht): Der Sprung in die Teisse: Melinda-Bank-Ban
Oder Angelfischen (wenn es völlig hoffnungslos wird): Bartok-See der Tränen
[Zumal wenn Ihr Euch durch die Musik-Videos hangelt, werdet Ihr (evtl.) verstehen, daß es "sinnvollere Handlungen", denn FliFi-Angelfischerei gibt.]


Erst der Fisch – dann das Fischen

 
Hante Fliedner
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zuletzt bearbeitet 04.12.2012 | Top

   

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