Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#1 von Hante Fliedner , 30.01.2011 08:09

Liebe Freunde - ich möchte gerne die eine oder andere "Grundsatzfrage" diskutiern - weil das ansonsten wohl wenig gemacht wird. Hier die ersten Fragen:

1. • Führt die Einschränkung einer Gewässerbefischung (- In Teilen nur Fliegenfischen -) letztendlich zu einem Erfolg unter den Aspekten A=Fisch- und Gewässerhege und B=Wirtschaftlichkeit. ***

2. • Ist die Bewirtschaftung von sog. Salmonidengewässern (- duch große Vereine -) nicht letztlich "desaströs" (= gehören Gewässer der 2. und 3. Ordnung nicht besser in Privathand oder in die Hand der Gemeinde, die (gegebennenfalls, s.u.) nur an Touristen Erlaubnisscheine ausgibt). *****

3. • Mündet das Angeln von einigen wenigen "Topffischer" vor Ort nicht in eine "Katastrophe" = Sollten Angelfischer nicht besser so manche Kilometer zu "Ihrem Hausgewässer" -täglich- anreisen müssen. *******

[ Es folgen weitere Grundsatz-Fragen in Teil 2. ]


*** Bemerkenswert scheint mir zu sein, daß "Einschränkungen" durch die Inhaber eines privaten Fischrechts (Etwa: Gastronomie) - z.B. NUR Fliegenfischen und behutsame Entnahmehebeschränkungen - nicht nur dem Gewässer und den Fischbeständen dienen. - Wenigstens mittelfristig stellt sich auch ein wirtschaftlicher Erfolg ein. - Motto: Nicht 50 "Angel"-Prollos "angeln", sondern 10 "Fischer" "fischen" (Fliegenfischen) und investieren - unterm Strich - das gleiche Geld, wie die vorab genannten "50". - Man beachte z.B. die Gewässer- und Vermarktungs-Praxis von Rudi Heger in seinen Chiemgau-Traun-Gewässern. - Fragen wir doch dazu auch Freund Harald Tremel - mit seinem - gastronomisch "verwerteten" Schwalbenhof-Fischrecht.

Das wollen - so scheint - so manche sog. "gemeinützige Vereine" nicht wahrhaben; die sind - in Konzession an Ihre - den Verein scheinbar tragenden - "Topffischer"-Mitglieder nicht in der Lage, eine Einschränkung der Befischungsregelungen - zumindest in Teilen der manchmal reichlich betreuten Fließgewässerkilometer - vorzunehmen. - Impuls: So mancher Verein könnte Teilstrecken eines Vereins-Fließgewässers als "Nobel-Gastgewässer" ausweisen - die Vereine hätten damit auch einen größeren, wirtschaftlichen "Erfolg", der letztlich wieder - in einem gesunden Kreislauf - dem Gewässer zugute käme.

***** Dazu: Michael H. hat sich vor etwa zwei Jahren - Anfang Juno - eine Tageskarte in einem vereinsbetreuten Salmonidengewässer gegönnt. - Der Ausgeber der Tageskarte hat Michael erst einmal an seine Gefriertruhe geführt; der stolze Kartenausgeber und Gefriertrueninhaber präsentierte Michael - !!! Anfang Juno !!! - 54 tiefgefrorenene Forellen; dann erhielt er seinen Erlaubnisschein - muß das sein.
(Auch Michael hat kurz gezuckt und gezögert, ob er die Tageskarte - bei so viel Gefriertruhe - überhaupt nehmen soll.)

Hierzu - ganz allgemein : Sollten wir nicht viel öfter unseren Fischer-Oportunismus einstellen und offenkundigen Verfehlungen mit einem "Ich-Angel-Da-Jetzt-Nicht-Verzicht" begegnen.

******* In diesem Zusammenhang: Als Jugendlicher und junger Erwachsener bin ich - jahrelang und jährlich mehrmals an die Eifel-Kyll bei Mürlebach und Densborn gefahren. Dort gab es einen einzigen einheimischen Fischer, der für 60,- DM sieben Kilometer Kyll befischen durfte. Wenn wir da in den Pfingstferien (Mai/Juni) angereist sind, dann lief uns dieser Einheimische über den Fliegenfischer-Weg und tönte aus voller Brust: "Meine Gefriertruhe ist schon voll!" - Uns blieben für den Rest des Jahres - so es uns um ein Entnahmebedürfnis ging - die (damals) reichlich vorhandenen Äschen und Döbel. - Dazu: Beispiel: Der Graf von Pottenstein hat sein Fischrecht in der Püttlach (Fränkische Schweiz) der Gemeinde Gößweinstein überantwortet - mit der Auflage: Elaubnisscheine NUR an mehrtägige Gäste der Gemeinde - und NICHT an Einheimische; mein lieber Herr Schmid hält sich seit Jahrzehnten an diese Auflage; die Püttlach ist - ohne einheimische "Topffischer" - die "Bombe".


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RE: Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#2 von Gastbeitrag , 30.01.2011 18:11

Wie Du schon erwähnt hast, stehen die Vereine in voller Abhängigkeit Ihrer "topffischenden" Mitglieder. In so manchen Vereinen werden eher die Fischer geplegt und gehegt als die Gewässer und Ihre Fische! Dazu muß gesagt werden, dass eigentlich Angler und Jäger die ältesten Naturschutzgruppen sind - lange Zeit vor NABU, LBV und Co.!
Die Anzahl der naturbewussten Angler sind in den meisten Fischereivereinen einfach zu gering um gegen die "Übermacht" derjenigen Fischer, welche nur auf's Beute machen aus sind, anzukommen - dies ist leider so! Viele Angler rechnen Ihre Erlaubnisscheinpreise + den Mitgliedsbeitrag einfach um und wissen schon am Anfang der Saison bei welchem gefangenen Fisch-Stückgewicht sich die Ausgaben gelohnt haben!
Leider bezieht sich dies nicht nur auf die Fischwasser des heimischen Vereines, sondern auch zum Teil auf die beangelten Urlaubsgewässer!!! So konnte man schon öfters die Thesen von Fischern hören, die da lauteten: Wenn ich schon den Betrag X für die (Erlaubniss-)Karte hinblättern muß, dann möchte ich auch mindestens das Fanglimit jeden Tag mit nach Hause (in die Gefriertruhe) nehmen!
Auch sind es diejenigen Angler, welche erst das Gewässer "leer" fischen und sich später darüber beschweren, dass sie Mitte/Ende der Saison keinen Fisch mehr fangen - auch die Fische aus dem nachhaltigsten und naturbewusstesten Besatzmassnahmen sind irgendwann einmal wieder herausgefischt!
Es gibt sicherlich auch größere Vereine welche Salmonidengewässer vorbildlich bewirtschaften und deren Mitglieder diese auch so befischen.
Sehr wichtig finde ich, in diesem Zusammenhang das Thema "Verangeln" der Jungfische! Wie soll eine junge Bachforelle, nach dem Abködern noch überleben, wenn man Ihr grad einen mit Wurm beköderten 4er Wurm-Haken aus dem Schlund herausoperiert hat, oder sie durch einen drillingbehängten Blinker einen Teil des Unterkiefers, beim "schonenden Abködern" verloren hat!?
Fliegenfischen ist, wie ausreichend bekannt und in vielen Magazinen/Büchern auch besprochen, die schonenste Art Fische zu fangen. In der Regel sind die Fische bei dieser Art zu fischen, an den Lippen oder im Maulwinkel gahakt, also nicht im Schlund, Rachenraum oder Kiemen. Desweiteren ziehen viele Fliegenfischer es vor Schonhaken für Ihre künstlichen Fliegen zu benutzen, oder den Widerhaken zumindest anzudrücken. Dies hat zwei große entscheidente Vorteile:
Erstens dringt der Haken ohne den Geizbart viel eher und, im Vergleich zum Haken mit Widerhaken, mit viel geringeren Kraftaufwand ins Fischmaul ein! Zweitens kann man untermassige, oder geschonte Fische viel schneller und schonender abhaken - ein leichter Stupser mit der Rutenspitze gegen die Fliege reicht meistens schon aus und der Fisch zieht wieder ins tiefe Wasser zurück - ohne ihn überhaupt mit der Hand angefasst zu haben!
Vielleicht sind wir in Deutschland immer noch nicht soweit, genügend reine (Vereins) Fly Only Strecken ausweisen zu können, damit sie sich "rechnerisch" tragen.(John Horroks, ein in Weimar lebender Engländer, hat dies 1889 in seinem Buch "Die Kunst der Fliegenfischerei auf Forellen und Aschen in Deutschland und Oesterreich" schon angemahnt!)
Aber ein erster großer Schritt zum naturbewussten und nachhaltigen Hegen und Pflegen der Gewässer mit all Ihren darin lebenden Individuen, wäre sicherlich dies, dass man zum Schützen der Jungfische und der geschonten Fischarten, nur noch einschenkelige, widerhakenlose Haken erlauben würde!
So wäre auch gewährleistet, dass ein mit Wurmbündel gefangener Fisch schonenst wieder in sein Element zurück gelassen werden kann!
Private Fischrechte-Inhaber, wie z.B. Fischer-Hotels sind in dieser Hinsicht klar im Vorteil. Sie wollen Ihren Gästen ein geplegtes Fischwasser präsentieren, vielleicht sogar mit einen natürlichen Fischbestand - dies wäre hervorragend, nicht nur für die fischende Kundschaft, sondern auch für den Lebensraum an sich!
Es wäre nur fatal wenn die Pächter, um die momentane, zeitlich stark begrenzte Attraktivität zu erhöhen, Ihre Gewässer mit Trophy-Fischen besetzen würden! Dadurch kommt das natürliche Gleichgewicht durcheinander. Die großen Trophy-Fische verdrängen die heimischen Fische von Ihren Standplätzen. Diese müssen sich nun mit Plätzen begnügen, welche nicht soviel Futter oder/und Schutz vor Fressfeinden bieten! Schlimmstenfalls wandern sie ins nächste Revier ab - der Nachbar freut sich! Nun sind die eingesetzten fangfähigen, gemästeten Fische so gar nicht scheu und werden, je nach Befischungsdruck, mehr oder weniger schnell wieder aus dem Gewässer gefangen, um in irgendeiner Tiefkühltruhe zu landen (der Erlaubnissscheinwar ja teuer genug!)!
Das Ende vom Lied ist, dass der natürliche Fischbestand erheblichen Schaden genommen hat und dass die eingesetzten Super Trophy Fische schon wieder entnommen wurden - sprichwörtlich auf Eis liegen! Dies finde ich eine kurze "Freude" mit schlimmen Auswirkungen auf das Gewässer!
Ist nicht der Fang einer scheuen, wunderschön gezeichneten, natürlich aufgewachsenen Bachforelle, auch wenn sie kein Riese ist, für einen naturbewussten Angelfischer nicht viel schöner, da anspruchsvoller und beruhigender, als der Fang eines dummen ( eigentlich Speise-) Besatzfisches im XXL-Format?
Für mich auf alle Fälle!!!
Wir müssen weg von dieser Mentalität: "Was ich heute fange, kann mir morgen nicht mehr von einen anderen Angler weggefangen werden!"
Wenn diese Leute unbedingt Beute machen wollen und den Fang- mit den Unkostenbetrag aufwiegen wollen, dann können sie doch an die schon zahlreichen "Put&Take" Gewässer und sollen die Gewässer der Fischereivereine von sich selber schonen!!!


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RE: Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#3 von Harald Treml , 30.01.2011 18:47

hallo Hante,

puh wo soll ich nur beginnen, mir schwirrt soviel zu diesem Thema durch den Kopf aber ich versuchs mal.

Führt die Einschränkung einer Gewässerbefischung (- In Teilen nur Fliegenfischen -) letztendlich zu einem Erfolg?

Ja das tut es meiner Meinung nach auf jeden Fall! Jedoch ist der Erfolg an zwei Bedingungen geknüpft, das Gewässer muss:

1. in privater Hand sein damit jemand in direkter Weise mit dem Gewässer - dem Erhalt oder Aufbau einer Artenvielfalt - der Entnahme von Fisch und dem Verhalten der Angler am Wasser betroffen ist.

2. Die Strecke sollte Überschaubar sein den wer kann schon 50km Gewässerstrecke "effektiv" Überwachen? Unser Gewässer ist 3km lang und liegt 1 Autominute von unserem Haus entfernt, selbst bei diesen Vorraussetzungen ist es nicht einfach wirklich immer zu wissen was am Wasser vor sich geht.

zu dem Aspekt A=Fisch- und Gewässerhege

Ich habe vergangenes Jahr festgestellt das es kaum einen Fliegenfischer gibt der sich nicht mit Fisch und Gewässerhege beschäftigt. Die meisten bestitzen kompetentes Fachwissen und stehen äusserst hilfbereit mit Rat und Tat zur Seite.
Zudem haben wir mit verwunderung festgestellt das 90% unserer Fliegenfischenden Gäste an keiner Fischentnahme interessiert waren. Was sich selbstredend auf den Fischbestand auswirkt.
Wir sind mehr oder weniger dazu gezwungen die Regelung das keine Salmoniden entnommen werden dürfen zu erlassen, aus folgendem Grund:
nehmen wir mal an es kommen "nur"
80 Fischergäste im Jahr zu uns und jeder fischt eine Woche.
Angenommen jeder Gast entnimmt "nur" 3 Forellen in dieser Woche dann sind wir nach Adamriese bei sage und schreibe 720 Fischen!
Welcher natürliche Bestand soll das Reproduzieren können? Dieses Rechenbeispiel ist aber noch sehr milde berechnet!

Zum Aspekt B=Wirtschaftlichkeit

lieber Hante den Wortlaut 50 Angelprollos die ohne (Entnahme nicht glücklich sind) möchte ich nicht gebrauchen
Jedoch Wirtschaftlich gesehen würden diese 50 Angler mehr bringen, ich müsste allerdings jedes Jahr 3x 500 fangfähige Fische setzen. Ich bezweifle jedoch das ich dann langfristig Freude an meinem Wasser hätte. Spätestens nach 3-4 Jahren wäre das Ökosystem wohl am Ende.

Ich bin der Überzeugung das ein Grundsätzliches umdenken stattfinden muss - den der kleinte Köderfisch erhält alle Raubfische mit und ist nicht wie Müll zu behandeln.

Wenn Fische schreien könnten würde man es an so manchen Gewässern nicht aushalten vor lauter Lärm!


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Harald - Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#4 von Hante Fliedner , 30.01.2011 19:31

Lieber Harald - ich glaube - Du hattes mit Deinem "Puh" richtig gelegen; laß' uns die Antworten auf die "Grundsatzfragen" mal sammeln - und später "bündeln" - mal schauen, was bei diesen - ich glaube - ultra-schwierigen Themen rauskommt. - Du siehst ja, daß Stefan, Du und ich reichlich lange Texte "absetzen" = Auf-den-Punkt-bringen ist schwer.

Kommentar: Allein Dein:

Zitat
"Wenn Fische schreien könnten würde man es an so manchen Gewässern nicht aushalten vor lauter Lärm!"

ist diesen "Thread" wert - wer schreibt das - als Angler - schon.


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RE: Harald - Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#5 von Harald Treml , 31.01.2011 05:22

Zitat
Die Anzahl der naturbewussten Angler sind in den meisten Fischereivereinen einfach zu gering um gegen die "Übermacht" derjenigen Fischer, welche nur auf's Beute machen aus sind, anzukommen - dies ist leider so! Viele Angler rechnen Ihre Erlaubnisscheinpreise + den Mitgliedsbeitrag einfach um und wissen schon am Anfang der Saison bei welchem gefangenen Fisch-Stückgewicht sich die Ausgaben gelohnt haben!
Leider bezieht sich dies nicht nur auf die Fischwasser des heimischen Vereines, sondern auch zum Teil auf die beangelten Urlaubsgewässer!!! So konnte man schon öfters die Thesen von Fischern hören, die da lauteten: Wenn ich schon den Betrag X für die (Erlaubniss-)Karte hinblättern muß, dann möchte ich auch mindestens das Fanglimit jeden Tag mit nach Hause (in die Gefriertruhe) nehmen!



Ich kann mir dieses Verhalten nur folgendermaßen erklären, die allgemeine Ansitz Fischerei birgt im Gegensatz zum Fliegenfischen wenig Eigenaktion mit sich. Sprich man wählt seine Angelmethode ( auf Grund fischen, verschiedene Tiefen mit Pose, auf den diversen Zielfisch, den jeweiligen für sich besten Köder) Anschließend wirft man die Angel aus, setzt sich in seinen Stuhl und harrt der Dinge die da kommen oder nicht.
Sogesehen ist bei dieser Art der Fischerei wohl wirklich nur der gefangene Fisch als Erfolgserlebniss anzusehen

Was ich am Fliegenfischen erfahren habe, ist das man einfach ständig in Aktion ist. Um nur einen Einblick zu geben die Spannung beim Trockenfliegenfischen ist durch nichts zu ersetzen, die ständige Erwartung beim Streamern auf einen Biss
und der direkte Kontakt zum Fisch beim Drill ist einfach überhaupt nicht vergleichbar mit einer Stationärrolle mit 4fach Kugellager und pie pa po.

Das man aber auch komplett beim Fliegenfischen Abschalten kann, ich nenne es einen Vakuum ähnlichen Zustand im Kopf herzustellen ---> sprich wenn ich mit meiner Fliegenrute in voller Montur ans Wasser gehe, dann gibt es in diesen 1,2,3 Stunden nur mich die Rute und die Natur kein anderer Gedanke!
Folglich habe ich die Erfahrung gemacht das der Weg zum Fisch ( wie überliste ich den Fisch, welche neuen Muster muss ich vielleicht binden, die Fähigkeit diese Muster zu binden erstmal erlernen, die Wurftechnick bei welcher Methode des Fliegenfischens) sehr viel wichtiger im Vordergrund steht als die Grösse oder sogar die Fischart selbst.

Ich freue mich jedenfalls mehr über einen Döbel den ich mit der Trockenfliege überlistet habe, als über einen Döbel der mir beim Grundangeln an einen Tauwurm draufrumpelt und bis zum Magen geschluckt hat


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RE: Harald - Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#6 von Hante Fliedner , 31.01.2011 05:49

Vielleicht darf ich was ultrasimples sagen ?! - Die ganze "Erlebnisbreite" des Fischens spielt eine Rolle - das meinst auch Du - Harald . - Nicht die Größe und kulinarische Verwertbarkeit des gefangenen Fischs spielt die zentrale Rolle. Dazu: - Ich finde - ein größerer Döbel + Dillsoße schmeckt auch mal toll - Hante


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RE: Harald - Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#7 von Harald Treml , 31.01.2011 06:08

Natürlich geht es um die ganze Erlebnissbreite des Angelns, z.B liebe ich die Nachtfischerei seit meinem Kindesalter an.

Ganz nebenbei! Jeder Weissfisch ist geschmacklich hervorragend!

Harald


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RE: Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#8 von Gastbeitrag , 31.01.2011 15:34

Auf dem Punkt gebracht und meine persönliche Einstellung:

"Es zählt das Erlebnis und nicht das Ergebnis!!!"


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RE: Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#9 von Harald Treml , 03.02.2011 01:37

lieber Stefan,

deine Aussage bündelt meine ausführliche Schilderung. Jedoch brauchen wir schlagende Argumente/Regeleinführungen oder wenigstens Ideen um ein "ich muss meine Umkosten für Mitliedsbeitrag, Tages-Wochen-Jahreskarte wieder reinzufischen" denken auszumärzen.

Alle sind gefragt nicht nur Stefan, bitte äussert euch zum Thema, wie denkt ihr darüber.

Mit der Fliegengerte ist man in der Lage, unsere urältesten Instinkte am unblutigsten auszuleben

Harald


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#10 von Hante Fliedner , 07.02.2011 21:41

Zitat
Mit der Fliegengerte ist man in der Lage, unsere urältesten Instinkte am unblutigsten auszuleben


Wer sieht schon das Angeln als "urältester Instinkt" - Ich glaube - Harald - wir müssen einen ständigen Anspruch - praktisch-vorlebend - von "oben" geben (= wenn schon Angeln, dann = seriöse Angelfischerei = Fliegenfischen) und damit - "nonverbal" - die Primitivismen (= unreflektierte urältesten Instinkte) der Angelfischerei in Frage stellen; laß' uns einwenig "arrogant" sein - vielleicht ändert das "Von-oben-herab" was. - fragt Hante

Ich halte - vermeintlich "pubertäre" "Grundsatzfragen" für wichtig; ein: "Angel ich mit grünem oder braunem Grashopper" führt doch letzlich nicht weiter.


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RE: Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#11 von Gastbeitrag , 07.02.2011 23:42

Angeln und Jagen gehören einmal zu den urältesten Instinkten der Menschheit! Und wer kann behaupten, dass das Fischen mit der "Federangel" seinerzeit noch nicht dabei war, sondern wie nach gewiesen erst/schon über 2000 Jahre alt ist?!
Von oben herab?!? - Druck erzeugt Gegendruck! Und was soll am Angeln, auch Fliegenfischen ist damit gemeint, seriös sein?
Fliegenfischen ist, wie die "normale" Angelfischerei auch, eigentlich und ursprünglich zum Fische fangen gedacht!
Nur hat das Fliegenfischen den großen Vorteil, dass man den gefangenen Fisch, da meistens nur an der Lippe gehakt, leicht und schonenst releasen kann! Dies heißt aber auf keinen Fall, dass jeder Fliegenfischer schonend fischt bzw. sich schonend der Kreatur Fisch gegenüber verhält!
Man darf auf keinen Fall behaupten, wie bei dieser Diskussion vermutet werden könnte, dass allein nur die Fliegenfischer die Guten sind und der Rest der Angler sind schlecht!
Schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten, vielleicht auf der einen ein bisschen weniger!


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Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#12 von Hante Fliedner , 08.02.2011 00:02

Stefan - es sei einmal die These gewagt: Sublimere Methoden des Fischens führen zu einen sublimeren Umgang mit dem Fisch . Hast Du schon einmal - fliegenfischend - Deine "Beute" - sich totzappeln lassend - lebend in einen trockenen Plastikeimer geworfen; von solchen Praktiken höre ich ständig; vielleicht -

Zitat

schwarze Schafe gibt es allemal


- macht es der eine oder andere Fliegenfischer mit seinen Fischen ob vorhandenem Weidenkorb ebenso.


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RE: Grundsätzliches zum Thema Fischen und Gewässerhege - Teil 1

#13 von Gastbeitrag , 08.02.2011 00:10

Es sind aber leider Fliegenfischer, welche Lachse an bekannten und erst recht unbekannten Lachsflüssen - weltweit, auf Sicht zum Teil reissen und es deshalb schon Gesetze gibt, welche verordenen, dass "foul" gehakte Fische sofort wieder zurück gesetzt werden müssen! - hauptsächlich darum, um den Frevel zu vermeiden!!!


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